Bungee Jumping
Für viele Menschen, die Bungee Jumping ausprobiert haben, bleibt es nicht bei einem Sprung. Nach der ersten Überwindung wird der Sprung vom Turm jedoch schnell etwas langweilig. Zum Glück gibt es weltweit spektakuläre Orte für Bungee Jumping, sodass sich der Kick noch beliebig steigern lässt.
3 2 1 - Sprung
Für die ersten außergewöhnlichen Sprünge muss man gar nicht weit fahren: In der Nähe von Innsbruck gibt es bereits eine ganz besondere Bungee-Station, nämlich die einzige Absprungstation von einer Brücke in ganz Deutschland. Sie liegt auf der 192 Meter hohen Europabrücke, über die auch die Brennerautobahn führt. Der Blick über das Wipptal ist atemberaubend und macht den Sprung zu etwas Besonderem.
Auch in der Schweiz gibt es einen vergleichbar hohen Sprung, der einen besonderen Kitzel garantiert: In Niouc springen die Extremsportler von einer Hängebrücke, die in 190 Metern Höhe zwischen schroffen Felsen verläuft. Die Hängebrücke ist natürlich völlig sicher, wirkt aber nicht so. Das erhöht den Nervenkitzel beim Sprung beträchtlich.
In Italien, auf halber Strecke zwischen Mailand und Turin, ist ein außergewöhnlicher Sprung möglich: Von der Colossus-Brücke aus, die ihren Namen nicht umsonst trägt, springen jedes Jahr 2.000 Menschen 152 Meter in die Tiefe.
Auf James Bonds Spuren wandelt man im Tessin: Hier befindet sich der berühmte Verzara-Staudamm, von dem aus auch Agent 007 im Film „Golden Eye“ einen Bungee-Sprung gewagt hat. Das riesige Betongebilde wirkt beeindruckend, und man fühlt sich fast ein wenig verloren – bis man sich in die 220 Meter Tiefe stürzt und im freien Fall alles vergisst.
Die mit 321 Metern höchste Absprungstelle für Bungee-Springer liegt auf der Royal Gorge Bridge in Can͂on City, Colorado. Allerdings sind die Sprünge dort nur selten erlaubt – Interessenten sollten sich also informieren, ehe sie die Reise umsonst antreten.
Asien könnte für Extremsportler allerdings durchaus einen (oder zwei) Besuche wert sein: In Nepal besteht die Möglichkeit, von der nächstgelegenen Stadt aus den beeindruckend schönen Weg zu einer Brücke über dem Bothe Kosi zurückzulegen. Diese ist 168 Meter hoch, und die Aussicht beim freien Fall zwischen den bewaldeten Berghängen hindurch, dem hellen Wasser voller Felsen entgegen, ist atemberaubend.
Wer es etwas urbaner mag, sollte dagegen die chinesische Sonderverwaltungszone Macau, westlich von Hongkong, aufsuchen. Die Erbauer des hiesigen Fernsehturms lieben das Spiel mit der Höhe: Den Turm umzieht eine Aussichtsplattform, die die Besucher nur gesichert betreten dürfen, da sie überhaupt kein Geländer hat. Von diesem Turm aus können Wagemutige sich aus 233 Metern in die Tiefe stürzen – einen Helm müssen sie dabei nicht tragen.
Südafrika bietet ebenfalls einen besonderen Absprungort: Von Kapstadt aus können Bungee-Springer bei verschiedenen Anbietern Zweitagestouren buchen und zur höchsten kommerziell betriebenen Brücke für Bungee Jumping fahren. Sie erstreckt sich über den Bloukrans River. Damit die Springer nicht auf den letzten Metern den Mut verlieren, begrüßt sie das Team in 216 Metern Höhe mit lauter Techno-Musik. Nach dem Sprung in der fast unwirklich schönen Landschaft seilt sich einer der Mitarbeiter zum Springer ab und sichert ihn, ehe beide wieder hochgezogen werden.
Weniger laut und schrill, dafür umso beeindruckender, geht es an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe zu: Die Victoria Falls Bridge über dem Sambia ermöglicht den Springern einen einmaligen Ausblick auf die Victoriafälle, während sie 111 Meter in die Tiefe springen. Interessenten sollten ihren Pass an diesem Tag einstecken, da sie ihn brauchen, um die Brücke betreten zu dürfen.
Wer viel reist, kann überall auf der Welt spektakuläre Orte für Bungee Jumping finden. Eine ganz besonders mutige und kompromisslose Art des Bungee-Sprungs ist in Südamerika möglich, und zwar in Chile. Das Land hält für Bungee-Springer den unübertrefflichen Kick bereit. Mit dem Hubschrauber wird der Springer in Richtung des Vulkans Villarrica geflogen. Dafür muss der Helikopter auf 3.000 Meter Höhe steigen. Der Vulkan ist aktiv, wie der Springer bald selbst feststellen kann. Der Pilot verharrt über der Öffnung des Vulkans, und die glühende Lava darin ist weithin sichtbar. Der Springer stürzt sich aus dem Hubschrauber der Vulkanöffnung entgegen und stoppt erst fünfzig Meter über der Lava. Nach dem Auspendeln ist das Abenteuer immer noch nicht überstanden: Der Springer kann erst am Landeplatz vom Hubschrauber gelöst werden. Das bedeutet, dass er kopfüber am Seil hängend den 20 Kilometer langen Flug zurück zur Landebahn erlebt.



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